Sommertheater geht doch!
13. Juli 2009
Cammerspiele: Sommertheater
Ich habs dann doch noch mal probiert, und siehe da: gleich eines besseren belehrt worden. “Athen, Athen” (und so weiter), drei Inszenierungen, eine davon komisch, die zweite ziemlich cool, und die dritte, ja die dritte! Ich werde langsam zum Elisa Jentsch-Fan! Nach “Träumer” jetzt “Antigone”, und ich kann nur sagen: Sommertheater ohne Sommertheater-Desaster!
Ok, die Antigone-Darstellerin hat sich ein bisschen zu ernst genommen, und die Wächter waren auch ein bisschen schwer erträglich. Aber ansonsten waren wir schlichtweg begeistert von der Stärke, die die Laien-Darsteller hier mal wieder entwickelt haben. Was für eine in sich verkrampfte, in ihrer kindlichen Angst gefangene Ismene, was für ein öder, langweiliger Kreon, der seine eigenen Revolutions-Kindereien beweint.
Ich weiß nicht, ob es noch Interpretationen von Antigone gibt, die man noch nicht gesehen hat, und in einem Sommertheater erwartet man auch keine Lesart, die einem den Boden unter den Füßen wegreißt - man will schließlich einfach ordentlich Schenkel klopfen. Aber ehrlich: Hier kommt beides zusammen.
Also: hingehen, noch scheint die Sonne!
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