Fest der Bespielbühne
12. Februar 2010
nachtkritik.de hat ein “alternatives” Theatertreffen ausgerufen - und das Ergebnis steht jetzt fest. Keine Leipziger Inszenierung ist dabei, aber doch eine andere Beobachtung lässt sich machen: Freie Theaterbühnen schneiden ziemlich gut ab (im Gegensatz zum “normalen” Theatertreffen).
Zwar ist es ein bisschen seltsam, dass das gerade bei nachtktitik passiert, die äußerst selten freie Produktionen besprechen (und wenn dann nur die “etabliert” freien, wie Signa etc.) - aber vielleicht ist es ja auch ein Zeichen. Dass irgendwann die Zeit dieser schwerfälligen, zum großen Teil verknöcherten Subventions-Handhabe abgelaufen sein wird.
Denn es macht doch vielleicht mehr Sinn: Mit klug eingesetzten Projektgeldern von Ort zu Ort zu tingeln, immer wieder neue Künstler einzuspannen, an anderen Orten zu spielen - und frei zu sein von lokalen und vor allem Auslastungs-Zwängen.
Denken wir doch mal die Utopie: Alle festen Theater werden zu rein technischen Bespielbühnen, mit einem großen KBB, das die einziehenden Truppen organisiert. Das Geld kann dann einzig und allein für die Projekte verwendet werden und versickert nicht in dem großen Kahn Theater mit seinem aufgepumpten Verwaltungsapparat.
Wär das was?
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